Ein Therapie Tag

Heute war es ein etwas lockerer Therapieplan welcher erst um 08:45 begonnen hat und einigen Pausen inkludiert hatte.

Nach dem Frühstück bin ich zu meinem ersten Termin gegangen, eine Heilmassage, danach 45 Minuten Pause.

Um 10:00 Uhr war dann Ergotherapie am Programm, hier ging es um Gerüche, nicht so sehr zu erkennen um was es sich genau handelt, sondern mehr darum, wie wirkt der Geruch auch mich, aktivierend, entspannend, angenehm und welche Erinnerungen und Emotionen verbinde ich damit, war sehr interessant. Dann gab es wieder zwei Stunden Pause, die ich mit erste Stunde Waldspaziergang und Mittagessen verbracht habe.

Um 13:30 gab es dann 30 Minuten Heilgymnastik in der Gruppe, ich finde das auch ganz angenehm, danach eine halbe Stunde Pause um wieder runter zu kommen für die nächste Therapie, die Entspannungs-Gruppe. Das ist etwas, dass mir sehr gut tut, da ich etwas runter kommen muss.

Dann gab es wieder 1,5 Stunden Pause, vor dem Vortrag über Psychopharmaka, war auch recht interessant.

Als Abschluss bin ich noch vor dem Abendessen schwimmen gegangen, wie fast jeden Tag.

Auf dem Weg nach oben, habe ich vor der Türe eine Katze sitzen gesehen, ich bin raus gegangen um sie zu streicheln, sie war sehr zutraulich, ich mag Katzen sehr.

 

 

Hydrojet Massage

Heute habe ich meine erste Hydrojet-Massage erhalten, die ist total angenehm und entspannend, eine tolle Maschine.

Man liegt auf einer Gummimatte, das ganz fühl sich wie ein Wasserbett an, nur die Liegefläche ist elastisch, im Inneren des Gerätes sind starke Wasserdüsen, die sich bewegen, wie genau die Mechanik funktioniert weiß ich nicht, aber das Gefühl ist sehr angenehm, es gibt mehrere Stufen und Programme. Es lockert auf jeden Fall, die ganzen Verspannungen, die wohl jeder von uns hat. Ich wäre sehr dafür, dass wir so ein Gerät auch im Büro hätten, es würde vielen Rückenproblemen vorbeugen.

Therapie Werkstatt

Heute hatte ich meinen ersten Termin in der Therapiewerkstatt, hier kann man mit verschiedenen Materialien und Werkstoffen arbeiten. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Ich habe mich entschlossen einen „Traumfänger“ zu basteln. Das ist nämlich etwas, dass ich sonst nie machen würde, ist zu „analog“. meine sonstigen Bastelarbeiten sind meist sehr digital und technisch, aber ich wollte einfach mal was anderes versuchen.

Sobald es Bilder von den Vorschritten gibt, werde ich sie hier hochladen.

Zwischenbericht nach 2 Wochen

Ich bin jetzt die zweite Woche hier und es geht mir besser, mein Blutdruck und mein Puls sind nach unten gegangen und auch meine innere Unruhe hat sich verbessert.

Ich gehe jeden Tag schwimmen und das heißt für mich nicht nur eine halbe Stunde im Wasser liegen, sondern Länge für Länge im Wechsel Kraul- und Rückenschwimmen.

An Gewicht habe ich fast nichts verloren, aber dafür an Muskelmasse gewonnen. Das Gewicht bleibt somit fast gleich nur die Verteilung ist anders.

Zwischenbericht nach 3 Wochen

Die Hälfte meine Reha ist nun fast vorbei, die Zeit ist sehr schnell vergangen. Man hat viele Therapien, von einigen war ich am Anfang nicht so begeistert, aber inzwischen mag ich sie.

Da gibt es z.B. die Musik Therapie, dachte mir was soll ich da machen, ich spiele kein Instrument und Singen kann ich auch nicht so toll, aber darum geht es in der Musiktherapie auch nicht, sondern um Wahrnehmung, Gefühle und wie Musik uns beeinflusst.

Oder die Maltherapie, dachte mir am Anfang, was soll ich da malen, dafür fehlt es mir an Talent, aber auch hier habe ich erkannt, das es gar nicht so sehr um das Malen geht, sondern darum seine Emotionen auszudrücken. Dazu gibt es hier einige sehr interessante Techniken.

Es gibt hier aber auch eine Sozialarbeiterin, die einem Berät, wie es nach der Reha weiter geht, denn das hier ist nur der Anfang, man kann danach wahrscheinlich nicht gleich wieder voll ins Berufsleben einsteigen. Ich bin sehr Dankbar, dass es diese Beratung hier gibt. Hier bin ich gut zur Ruhe gekommen und ich fühle mich sehr wohl und entspannt. Wenn ich an die Arbeit denke und den damit verbundenen Stress und die Belastung denke, so fühlt sich das alles andere als gut an, ich werde hier eine Lösung finden müssen, denn ich werde sicher nicht riskieren, in ein „richtiges“ Bournout zu schlittern, mir reicht das was ich jetzt habe. Sie haben mir auch gesagt, dass ich nach den 6 Wochen nicht geheilt bin, und das es sehr lange dauern kann, bis man sich wieder vollkommen erholt hat. Ich werde etwas an meiner Arbeitssituation ändern müssen.

Hier wird einem beigebracht, wie man die Alltagsbelastungen leichter verkraftet und mit solchen Situationen besser umgeht, aber man ist einfach nicht mehr so belastbar. Meine Work-Life-Balace ist nicht in Ordnung, ich arbeite zu viel und lebe zu wenig, das macht einem auf die Dauer krank.

Ich mache jeden Tag Gymnastik und Übungen für die Wirbelsäule und ich gehe auch nach wie vor jeden Tag schwimmen.

Die Gruppe

Für einige von uns ist die Reha vorbei uns wir bekommen neue Leute in die Gruppe. Der Abschied ist vielen nicht leicht gefallen. Wir haben daher in der letzten Gruppentherapie eine kleine Abschiedsfeier und vorverlegten Geburtstag gefeiert. Es gab auch eine Torte und Geschenke. Von Reinhard, den ich und auch die anderen sehr schätzen eine Karte als Erinnerung bekommen, was mich wirklich sehr gefreut hat.

 

Traumfänger basteln

Heute war wieder Therapie-Werkstatt, wo ich an meinem Traumfänger weiter gebastelt habe. Habe eine zweite Runde Wolle um den Ring gewickelt, dann kam das Netz im Inneren dran, das ist schwieriger und braucht mehr Zeit als Anfangs angenommen, ich dachte, ich werde damit locker in der heutigen Einheit fertig, aber dem war nicht so.

Außerdem habe ich beim Netz einen kleinen Fehler bei den Knoten gemacht und darf nochmal von Vorne beginnen, ist aber nicht so schlimm, habe eh erst ein paar Teile von dem Netz gemacht. Bei den Bildern kommen immer wieder welche dazu, damit man den Vorschritt beobachten kann.

Das Netz und die Perlen-Verzierungen fertig gemacht, außerdem noch eine Runde mit dem blauen Faden um den Ring gemacht, sieht irgendwie besser aus.

Heute das letzte mal Therapie-Werkstatt gehabt, ich bin mit meinem Traumfänger fertig geworden, die eine Feder in der Mitte gefällt mir jetzt nicht so gut, aber sie hatten keine andere zur Auswahl.